Baumesse mit Ideen für Haus und Heim
Presseveröffentlichung Zeitungsverlag Waiblingen, Beate Fischer
WINNENDEN. Alles unter einem Dach – das könnte das Motto für die neue Messe „Bau Energie Wohnen“ sein, die der Zeitungsverlag Waiblingen am Samstag, 13. und Sonntag, 14. Juni, in der Winnender Hermann-Schwab-Halle organisiert hat. Denn viele der Unternehmen, die dort ihre Leistungen dort vorstellen, bieten genau das: Alles aus einer Hand.
Zum Beispiel Krämer Bau. „Wir bauen und sanieren schlüsselfertig“, berichtet Saskia Sommer. Die Vorher-Nachher-Bilder zeigen, wie vorteilhaft sich alte Häuser dadurch verwandeln können. „Dabei koordinieren wir alle Gewerke“, sagt die Projektentwicklerin. „Dieses Angebot ist bei den Kunden gefragt, weil es Zeit und Nerven spart.“ Am Vormittag war einiges los an ihrem Stand. „Es sind Leute mit konkreten Plätzen und Anfragen gekommen.“
Nachhaltig und regional: Was die Aussteller zu bieten haben
So ging es auch Maximilian Lux, demVerkaufsleiter im Küchenbereich der Firma Negele. „Wir haben gute und interessante Kundengespräche geführt“, erzählt er. Nach seiner Ausbildung bei Negele hat er die Meisterschule besucht und ist jetzt seit fünf Jahren wieder im Unternehmen. „Jung und Alt arbeiten bei uns zusammen mit viel Erfahrung und Energie“, sagt Max Lux. Gemeinsam mit bewährten Kooperationspartnern bietet auch Negele alles für die Wohnung unter einem Dach. Nachhaltigkeit ist dabei ein wichtiger Punkt: Das Unternehmen hat eine Bienenpatenschaft, einige E-Autos und Ladestationen, nutzt Photovoltaikanlagen und verheizt seine Resthölzer.
Zur Nachhaltigkeit gehört Regionalität. Genau das ist auch ein Ziel der Messeorganisatoren. „Wir wollen zusätzlich zur Baumesse in Schorndorf eine Veranstaltung in Winnenden etablieren“, sagt Jens Wichering vom Zeitungsverlag Waiblingen. Es geht darum, lokalen Unternehmen eine Plattformund den Interessierten kurzeWege zu bieten. Dass der ZVW die Messe organisiert, sieht Jens Wichering als Vorteil: Der Verlag kann dafür seine große Reichweite nutzen.
Gleich zu Beginn am Samstagvormittag merkt man: Die Werbung hat gewirkt. Die Halle ist gut besucht, viele der frühen Besucherinnen und Besucher kommen mit konkreten Vorstellungen und Anfragen. Doch auch dass der Besucherstrom später nachlässt, hat seine Vorteile: Die Aussteller können in Ruhe Beratungsgespräche führen. „Qualität ist bei solchen Kontakten oft wichtiger als Quantität“, sagt Jens Wichering.
Von der Halle geht es bei Bedarf direkt auf die Baustelle
Konkurrenz macht den Messeständen vor allem das Wetter. Es hat dasMotto von Roland Fante aus dem Feuerhaus Rudersberg etwas zu wörtlich genommen: „Wir machen warm, wärmer, ganz schön heiß“, ist sein Slogan. Bei dem schönen Wetter gehen die Leute lieber nach draußen oder schaffen im Garten, darüber sind sich viele Aussteller einig. Roland Fante sieht es positiv: Der nächsteWinter kommt bestimmt und dann haben seine Öfen die Nase wieder vorn. Wann ist die beste Zeit für den Einbau eines Ofens? „Immer“, meint er schmunzelnd.
Der Stand von Pfleiderer Projektbau steht im Foyer. „Bei einer Messe kann man gut ins Gespräch kommen“, sagt der Geschäftsführer Klaus-Martin Pfleiderer. „Die Schwelle ist für die Interessenten niedriger. Man kann sich unverbindlich umschauen.“ Für ihn war es selbstverständlich, dass er mit seiner Winnender Firma an der Messe teilnimmt und damit „Flagge zeigt“. Es ist ihm wichtig, sich für lokales und regionales Handwerk einzusetzen. Gemeinsam mit seinem Team hat er Projekt-Beispiele als Fotos und Modelle mitgebracht. „Und wenn jemand mehr sehen möchte, gehen wir mit ihm direkt auf eine Baustelle“, sagt Pfleiderer. Die nächste ist nur ein paar Minuten Fußweg entfernt.
Fünfundzwanzig Aussteller zeigen fast alles, was man fürs Bauen, Renovieren und Sanieren braucht – vom Insektenschutz und Zäune über Fenster, Türen, Bad und Heizung bis zu Luft- und Raumreinigungssystemen und Klimaanlagen. Zusätzlich zu den Ständen gibt es Vorträge, zum Beispiel über Wärmepumpen, clevere maßgeschneiderte Finanzierung und Einbruchsschutz. Im kommenden Jahr möchte Jens Wichering diesen Bereich ausbauen.
Die Stadtwerke Winnenden nehmen als Kooperationspartner an der Messe teil. „Sichtbar sein“, ist das Ziel von Geschäftsführer Jochen Mulfinger. „Was wir leisten, bleibt oft im Verborgenen und ist nicht gleich erkennbar.“ Ohne ihre Wasser-, Gas- und Wärmeversorgung wäre das Wohnen deutlich ungemütlicher. Das Wasser stammt zu einem großen Teil aus lokalen Quellen – auch ein Aspekt der Nachhaltigkeit. Zusätzlich betreiben die Stadtwerke das Wunnebad, das zu einem großen Teil durch Geld finanziert wird, das die anderen Bereiche erwirtschaften. „Damit wollen wir der Bevölkerung etwas Besonderes zurückgeben“, sagt Jochen Mulfinger. Er wünscht sich, dass sich die neue Messe in Winnenden etabliert.
Die nächste Baumesse in Winnenden soll im Frühjahr stattfinden
Mit dem Start der neuen Messe war Jens Wichering zufrieden. Um der Konkurrenz durch das warme Wetter aus dem Weg zu gehen, plant er, den Messetermin im kommenden Jahr aufs Frühjahr, vielleicht sogar schon auf den Februar zu legen. Damit würde er den Wünschen vieler Aussteller entgegenkommen.
Was wünscht sich der Organisator für die nächste Ausgabe von „Bau Energie Wohnen“? „Noch mehr Vielfalt bei den Ausstellern“, sagt Jens Wichering. „Das ist auch für die Besucher wichtig.“ Ein Dachdecker wäre zum Beispiel schön und ein Spezialist für Fliesen und natürlich freut
